In diesen unsicheren Zeiten arbeiten Hersteller weltweit intensiv daran, ihre Mitarbeiter zu schützen und gleichzeitig neue Betriebskonzepte zu entwickeln, um sich an die Veränderungen in Wirtschaft, Lieferketten und Betriebsabläufen anzupassen. COVID-19 stellt die etablierten Arbeitsweisen in der Fertigung infrage: Laut einer aktuellen Umfrage des US-amerikanischen Verbands der Hersteller (National Association of Manufacturers) erwarten 53,1 % der Befragten eine Anpassung ihrer Betriebsabläufe. Von Lieferketten bis hin zu Produktionsprozessen – jetzt ist es für Hersteller an der Zeit, ihre Abläufe zu überprüfen und zukunftsorientierte Entscheidungen zu treffen, um sich besser auf die Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten.
Eine der größten Herausforderungen und wichtigsten Erkenntnisse für die Fertigungsindustrie ist der Fachkräftemangel. Dieser ist in der aktuellen Situation besonders dringlich, aber auch ein gravierendes Problem, das schon lange vor der COVID-19-Krise bestand und sich danach weiter verschärfen wird. Die durch den Ruhestand der Babyboomer entstandene Qualifikationslücke und ein weit verbreitetes negatives Bild von Arbeitsplätzen in der Fertigungsindustrie bei Millennials und jüngeren Generationen sind die Hauptgründe für die vielen unbesetzten Stellen. Deloitte schätzt, dass die Qualifikationslücke in den USA bis 2028 zu 2,4 Millionen unbesetzten Stellen bei insgesamt 16 Millionen Arbeitsplätzen in der Fertigungsindustrie führen wird.
Sollten Sie also Hunderttausende von Dollar in die neueste Robotertechnologie investieren, um dieses Risiko für Ihre Betriebsabläufe in dieser Zeit zu minimieren? Nicht unbedingt. Viele Hersteller suchen zwar nach industriellen IoT-Lösungen, um die Automatisierung zu erhöhen und sich an einen kleineren Personalbestand anzupassen, doch die meisten Branchen wie die Automobilindustrie, die Lebensmittel- und Getränkeindustrie, die Konsumgüterindustrie, die Stahlindustrie und die Industrieverpackungsbranche werden auf absehbare Zeit weiterhin stark auf menschliche Arbeitskraft angewiesen sein, die die Implementierung neuer Technologien ergänzt.
MILLENNIAL-TALENTE MIT IIOT GEWINNEN
In naher Zukunft werden Millennials die größte Arbeitskräftegruppe für die Fertigungsindustrie bilden, da die Babyboomer-Generation in den Ruhestand geht. Allerdings gilt die Fertigungsindustrie unter Millennials als unbeliebtester Karriereweg: Ganze 61 % halten sie für schmutzig und gefährlich.
Investitionen in IIoT-Technologie zur Förderung der digitalen Transformation sind Investitionen in die Fachkräfte von morgen. Ein Ökosystem komplexer und hochentwickelter Tools, wie beispielsweise eine Smart-Factory-IIoT-Plattform mit fortschrittlichen Analysefunktionen, ist der Schlüssel, um junge Talente zu gewinnen und langfristig zu binden, die mehr als nur einen Job suchen und ihre Karriere in der Branche vorantreiben und ihre Fähigkeiten weiterentwickeln möchten.
Darüber hinaus ist es wichtig, kontinuierliche Weiterbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten anzubieten, um die Fluktuation von Millennials zu verringern. Schulungen und Workshops zur Erweiterung ihrer Kompetenzen und zur Information über die neuesten Branchenstandards sind entscheidend für die Gewinnung und Bindung von Talenten.
SCHÜTZEN SIE IHREN BETRIEB
In dieser Phase sollte jedes Unternehmen den nächsten Schritt seiner Entwicklung einleiten, indem es die erforderliche Produktivitätssteigerung klar definiert, um entstandene Verluste auszugleichen. Die Digitalisierung der Betriebsabläufe mithilfe intelligenter Fertigungstechnologien wie Smart-Factory-Plattformen ist der Schlüssel, um aus den gesammelten Daten Analysen und Erkenntnisse zur Verbesserung der Betriebsprozesse zu gewinnen.
Hersteller, die langfristig überleben werden, sind diejenigen, die in Technologie investieren, um ihre Flexibilität und Agilität zu verbessern und sich an unvorhergesehene Ereignisse anpassen zu können. In solchen Situationen – sei es eine Pandemie, Unwetter oder einfach Geschäftsreisen – ist es wichtig, über die richtige Technologie zu verfügen, um Führungskräften und dem Management jederzeit Zugriff auf Produktionsdaten zu ermöglichen und so einen reibungslosen Betriebsablauf zu gewährleisten.
Der Vorteil von Technologien wie cloudbasierten IIoT-Plattformen für intelligente Fabriken liegt darin, dass sie dies ermöglichen. Da viele führende Plattformen browserbasiert sind, können Echtzeit-Maschinendaten wie Gesamtanlageneffektivität (OEE), Ausfallzeiten, Wartung, Energieverbrauch und Produktionskosten von jedem Gerät und von überall abgerufen werden. Dies liefert Führungskräften die nötigen Erkenntnisse, um fundierte Entscheidungen zur Produktionssteuerung zu treffen.
Ein intelligentes Fabriksystem kann außerdem:
- Sendet Echtzeitwarnungen an die Geräte, um über etwaige Anomalien wie das Überschreiten eines festgelegten Schwellenwerts durch die Maschinentemperatur zu informieren.
- Greifen Sie aus der Ferne auf wichtige Berichte zu, um Maschinenzustände zu analysieren und die Produktion in Echtzeit zu verfolgen.
- Visualisieren Sie Daten auf jedem Gerät mithilfe von Dashboards, um Trends aufzudecken und Einblicke in Möglichkeiten zur Verbesserung der Maschinenleistung und zur Beseitigung von Prozessineffizienzen zu gewinnen.
Investitionen in Technologien wie intelligente IIoT-Fabrikplattformen steigern nicht nur die Automatisierung, sondern ermöglichen auch den ortsunabhängigen Zugriff auf Daten und Analysen des Anlagenbetriebs. Führungskräfte erhalten so Einblicke in die Betriebskontinuität und können potenziellen Störungen vorbeugen. Intelligente IIoT-Fabrikplattformen sind zum Eckpfeiler der digitalen Transformation der heutigen Fertigung und der Fabrik der Zukunft geworden.
Wie investieren Sie in die Zukunft Ihrer Fabrik?



